Er ist das Event der schwul-lesbischen Szene: der Christopher Street Day in Köln, der alljährlich kunterbunte Teilnehmer und auch Sympathisanten anzieht. Der Christopher Street Day steht für Toleranz und Gleichberechtigung und hat sich selbstverständlich auch als ideale Adresse zum Feiern und Spaß haben etabliert. Gaydating und Sexkontakte fallen in dem lockeren Getümmel leicht und machen den Event auch zum Kennenlernen und viel mehr attraktiv. Die Teilnehmer reisen aus der gesamten Republik und sogar aus dem Ausland an und vereinnahmen an dem Tag auch das Kölner Nachtleben für sich, dass beim CSD noch bunter ist wie im ohnehin schon kunterbunten Köln. Alles ist jedoch nicht erlaubt beim CSD und um diese Tatsache noch einmal zu untermauern, gelten neuerdings Benimmregeln für alle Teilnehmer des Christopher Street Days. Untersagt werden somit alle Handlungen, die auch sonst nichts in der Öffentlichkeit zu suchen haben, was sich explizit auf sexuelle Aktivitäten bezieht. Auch die Verbreitung jugendgefährdender Schriftstücke sowie der Drogenkonsum wurden noch einmal ausdrücklich untersagt – sonst droht Ärger mit der anwesenden Obrigkeit. Neu ist auch das vorgeschriebene Taktgefühl, das den Teilnehmern für den CSD angeraten wird. Die Toleranz, die der Event von der Allgemeinheit fordert, soll so auch selbst Anwendung finden, womit sich die Veranstalter gegen provokantes Verhalten aussprechen, das eine gewisse Freizügigkeit bei der Wahl des Outfits jedoch ausschließt. Für die Teilnehmer des CSD heißt es also ab sofort im Klartext, dass Sex sich unbedingt in geeignete Räumlichkeiten zu verlagern hat, wobei das gute Angebot an schwulen Locations in Köln sich jedoch äußerst entgegen kommend zeigt.